Co-SpACE#
Co-SpACE# ist ein Projekt von Jennifer Olearczyk, über das sie ihre Dissertation geschrieben hat. Sie hat mich für die technische Umsetzung dazu geholt. Es geht um einen virtuellen und hybriden Lernraum, in dem Lernende beliebige virtuelle Elemente erzeugen, auf HoloLens-2-Geräten anzeigen und manipulieren können.
Mit meinem systemorientierten Denken und einiger Erfahrung im virtuellen 3D-Raum konnte ich auch konzeptionell ein paar Beiträge leisten – vor allem aber habe ich das gesamte System nach Jennifers Konzept technisch geplant. Sehr früh habe ich eine verteilte Architektur vorgeschlagen, bei der Daten, Modelle und ein Teil der Berechnungen auf einen lokalen Server wandern, um die HoloLens 2 zu entlasten. Um beliebige Elemente darstellen zu können, brauchten wir außerdem ein einfaches Content-Management-System und eine prozedurale 3D-Oberfläche.
Die ersten Grundsteine habe ich als Hilfskraft mit zwei Kollegen gelegt. Zu meiner Masterarbeit fiel dann die Entscheidung, das Gelernte in einem völlig neuen Ansatz umzusetzen und die Altlasten loszuwerden. Das Ergebnis war ein in rund drei Monaten vollständig neu geschriebenes System, das tatsächlich so funktioniert, wie es im Abschlussvideo zu sehen ist – mit Ausnahme der Sprachsteuerung und der Videokonferenz. Alles andere lief wie dargestellt.
Leider baute das System stark auf dem Photon Unity Network und den Microsoft Azure Spatial Anchors auf. Letztere wurden eingestellt, weshalb es heute nicht mehr nutzbar ist. Für meine weiteren Entwicklungen war das ein prägender Einfluss: seitdem baue ich auf Unabhängigkeit von fremden Diensten.
Beim Abspielen wird das Video vom fremden Server geladen – der Anbieter erfährt davon.