Elektro-Skateboard

Elektro-Skateboard
Unterwegs mit dem selbst gebauten Board

Wer mich kennt, weiß: Ich denke oft über die „perfekte Mobilitätslösung“ nach – wobei ich in diesem Bereich meine eigene Definition von Perfektion habe. Als Freund leiser Motoren und stiller Kraft ist der Elektroantrieb für mich eine klare Wahl. Das perfekte Gefährt lässt sich aber auch mit Muskelkraft bewegen, damit ich nicht von Batterien abhängig bin. Und ich möchte es nach der Fahrt einfach unter den Arm nehmen können, um Treppen zu steigen oder in ein Gebäude zu gehen. Ein einzelnes Gerät sollte es außerdem sein, damit ich nur auf eine Sache aufpassen muss – man stelle sich vor, man findet nur einen Inline-Skate.

Mit diesen (unvollständigen) Ansprüchen kam ich schnell auf ein E-Skateboard. Die Fernbedienung war mir dabei bald ein Dorn im Auge. Damals, 2017, gab es kaum sinnvolle Boards ohne Fernbedienung; die meisten liefen über Gewichtsverlagerung, was an Steigungen Probleme macht. Also musste ich es selbst bauen.

Zwei Schalter im Deck dienen je nach Eingabe mit den Füßen als Bremse, als Tempomat oder als Gaspedal. Die Leute waren skeptisch – es hat hervorragend funktioniert. Auch Skateboard-Erfahrene, die es ausprobiert haben, waren von der Bedienbarkeit positiv überrascht.

Was ich erst später unschön erfahren habe: Elektro-Skateboards sind in Deutschland im Straßenverkehr nicht zugelassen. Also musste ich es wieder auseinanderbauen und warte seitdem auf die Legalisierung :') Bis dahin schaue ich mich Richtung Pedelecs und Liegetrikes um und schwelge gelegentlich in Erinnerungen an das entspannte Cruisen.

Technisch war das Projekt mein erster Kontakt mit Mikrocontrollern (Arduino, später ESP32), Löten, Batteriebau, Motorsteuerung, UART, Skateboard-Bau und vielem mehr.